Knapp vorbei…

…ist auch daneben. Dieters Mädels und Jungs hatten am 5.2. die Eisfuechse zu Gast. Beide Teams kamen mit drei Reihen und je zwei Goalies. Mit einem Blick auf die bisherigen Ergebnisse in der NwHL2, hatten die Eislöwen allen Grund sich Chancen auf einen Sieg auszurechnen.

Das Spiel läuft von vorneherein auf hohem Niveau. Die Eislöwen haben diesmal auf Tempo in der Abwehr gesetzt um Konter sicherer abfangen zu können. Die Eisfüchse stehen sehr sicher und dominieren zunächst die neutrale Zone. Im Drittel der Weiss-Gelben brennt es wenn die Hessen ihr Passspiel aufziehen. Die Wieslocher Konter zu hektisch im Abschluß. Die Teams neutralisieren sich weitgehend bis in Minute vier Eisfuchs Ruben an den Pass von Teamkamerad Nico kommt und die Scheibe ins lange Eck drischt. Ein knappe Minute später macht Timo vom Offensivbully weg den Ausgleich. Noch in der gleichen Spielminute bringt Jannik die Eislöwen in Führung. Robin hat das Assist beigesteuert. In Minute 9 kann Eisfuchs Marcel sich über rechts durchwuseln und macht das 2:2. Bei diesem Spielstand geht es in die erste Drittelpause.

Anfang des zweiten Spielabschnitts bringen sich die Eisfüchse durch das Stürmergespann Nico/Ruben wieder in Führung. In Minute drei des Mitteldrittels kollidieren Wiesloch’s # 1 und Viernheim’s # 31 im Drittel der Eislöwen. Die beiden nutzen die Gelegenheit dabei gleich noch ein paar Faustschläge auszutauschen. Schiri Martin fackelt nicht lang und schickt beide in die Kühlbox. Vier gegen vier geht das Tempo noch einmal etwas hoch aber kein Team kann sich zwingende Chancen erspielen. Die Torschüsse der Eislöwen enden auf dem Brustschutz von Eisfüchse Goalie Samuel. Wieder vollzählig machen Eisfüchse Nico / Ruben noch einmal was schon zweimal geklappt hat: Die zwei Tore Führung für Viernheim. Eine Überzahl ab Minute dreizehn können die Eislöwen nicht in Zählbares münzen, müssen froh sein, nicht ausgekontert zu werden. In Minute achtzehn setzt sich Christine rechts durch und bringt die Scheibe tief. Jannik holt sich das Hartgummi aber der Schußwinkel hoffnungslos. Eislöwen Kapitän Leonardo greift sich die Scheibe und schiebt im Gewühl zum 3:4 Pausenstand ein. Für das letzte Drittel nimmt Torfrau  Celina den Platz zwischen den Viernheimer Pfosten ein.  Colin geht für die Eislöwen ins Tor.  In Minute 2 schafft Eisfuchs Jason endlich was er im Lauf des Spieles mehrfach probierte aber immer gestört  worden war. Er steht tief, greift sich den Befreiungsschlag und ist als erster vor dem Wieslocher Tor. Sein Schuß markiert das 3:5. Sekunden später kommt es Dicke als Eislöwe Max die erste Strafe seiner Karriere nimmt. Wiesloch‘s #41 spielt in der dritten Saison Verteidiger auf dem Großfeld und hat immer einen Weg gefunden seinen Gegner fair vom Puck zu trennen – irgendwann ist eben das erste Mal. Ausgerechnet sein Vater hat auf der Wieslocher Seite Strafbankdienst.

Den Eislöwen tat es nicht sonderlich weh. Die Weiss Gelben holen sich das Bully und setzen sich im Viernheimer Drittel fest. Nach exakt 40 Sekunden in Unterzahl zimmert Robin die Scheibe unhaltbar unter die Latte. Jannik macht sich bei diesem Treffer zum Mittäter. In Minute 11, die Eislöwen halten das Drittel der Füchse diese versuchen die Befreiung über links. Noch bevor der Eisfuchs die Scheibe an der Bande sichern kann ist Christine ins Drittel gefahren und bringt die Scheibe in den Slot wo Leonardo lauert und den Ausgleich für die Eislöwen holt. Coach Alex stellt jetzt auf Killerreihe um und es brennt lichterloh vor dem Viernheimer Gehäuse. Dreiundvierzig Sekunden vor Spielende ein Bully im Offensivdrittel. Die Eisfüchse holen sich die Scheibe. Der linke Eisfüchse Stürmer macht sich auf den Weg zur Wieslocher blauen Linie. Der linke Eisfuchs Verteidiger hat die Scheibe. Manuel mittendrin hat die Wahl den Stürmer zu stören oder den Verteidiger am Pass zu hindern. Er entscheidet sich für letzteres aber der Pass kommt durch. Kehrtwende und Verfolgung des Eisfuchses. Die folgenden Sekunden sind das größte Drama was dieses Spiel bis dahin sah. Wieslochs Verteidiger gehen mit zurück und verhindern den ersten Schuß auf’s Tor. Die Scheibe ist aber nicht sicher. Die drei Wieslocher Stürmer bleiben hoch stehen, hoffen daß sie für einen letzten Konter an die Scheibe kommen. Aber vor Colin’s Kasten läuft die Scheibe, kommt auf Eisfuchs Nico der bis an den rechten Bullykreis herausgekreist ist. Colin ist schon auf den Schonern als Eisfuchs #3 das Hartgummi auf die Reise schickt. Die Bewegungsrichtung der Fanghand kreuzt die Flugbahn des Pucks aber letzterer passiert die Stelle vorher und landet im Netz. Viernheim führt mit einem Tor. Die Uhr zeigt noch siebzehn Sekunden. Das Spiel endet 5:6 aus Sicht der Eislöwen Wiesloch.   

Jubel auf Seiten der Hessen aber auch faire Gesten der Sieger beim Abschied. Die Eislöwen haben heute Abend ihr bestes Eishockey gezeigt, haben sich nichts vorzuwerfen. Bei gleicher Leistung hatte es eine Woche zuvor gegen den Tabellenführer zum Unentschieden gereicht. 

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