Zahltag in der Parkstrasse: Knaben siegen 6:5

Am Samstag, den 16.11. fand eine NHL 2 Begegnung zwischen den Eislöwen Wiesloch und der Spielgemeinschaft bestehend aus den Jungwölfen Mainz und den Hornets Zweibrücken statt. Bully war um 08:30.


Früh losgegangen war es für die Gäste aus der Pfalz, die vier Reihen gemeldet hatten. Wiesloch hatte ebenfalls vier Reihen gestellt. Beide Teams hatten einander im Hinspiel zwei Wochen zuvor die Rechnung aufgemacht. Die Begegnung in der Peter Cunningham Memorial Arena war 6:6 unentschieden verlaufen – somit die Quittung noch offen.
Wer jetzt aber glaubte, daß die Eislöwen viel von ihrem Heimvorteil hätten, der hatte nicht mit den mitgereisten gegnerischen Fans gerechnet. Diese wußten ihre Jungs und Mädel lautstark zu unterstützen. Der Sieg in der Anfeuerungsklasse ging an diesem Morgen in die Pfalz!
Auf dem Eis hingegen konnten die Hausherren zunächst einmal das Bully gewinnen und das Drittel der Spielgemeinschaft halten.
Eine Strafe gegen die Nummer 60 der Spielgemeinschaft in der dritten Minute konnte Wiesloch nicht verwerten. Kaum war der Gegner wieder komplett, mußte Colin zum ersten Mal an diesem Morgen hinter sich greifen. Es war einer dieser schnellen Konter, mit denen sich die Wieslocher Abwehr noch ein paar Mal herumschlagen sollte.
In Minute 11 dann Strafe gegen den Eislöwen mit der Nummer 88 und eine Minute später der Ausgleich durch Adrian (#8), der einen einsamen Konter gefahren war. Tor in Unterzahl!
Nur gut 120 Sekunden währte die Freude, dann stellte der Mainzer Spieler mit der Nummer 54 den alten Abstand wieder her. So gingen die Eislöwen mit 1:2 und Unterzahl in die Drittelpause, nachdem dreizehn Sekunden vor der Pausenhupe Wieslochs Nummer 27 auf die Bank mußte.
Die Spielgemeinschaft schlug jedoch aus der Überzahl kein Kapital. In der fünften Spielminute verlängerten die Gäste zum 1:3 einmal mehr durch den Spieler mit der Nummer 54.
Dann aber zwei Strafen in kurzer Folge für die Gäste, jeweils für Stockschlag.
Die doppelte Überzahl ausnutzend schaffte Wiesloch in Minute sieben den Anschluß durch Aaron(#7), das Assist ging auf Adrian (#8) der damit auch am zweiten Tor der Eislöwen Anteil hat.
Das Spiel verlief sehr ausgeglichen mit etwas mehr Spielanteilen auf Seiten der Gastgeber. Aber die Hornets/Wölfe brachten immer noch eine Kelle, selbst in den schnellsten Konter und verhinderten den Abschluß. Im Gegensatz dazu kam es bei den Kontern der Spielgemeinschaft regelmäßig zum Duell mit dem Wieslocher Schlußmann. So war es dann auch als der Mainz‘ Topscorer Jonas (#54) in Minute 12 einen dritten Treffer für sich verbuchen konnte.
Beim Stand von 2:4 ging es in die Drittelpause.
Zu Beginn des Schlußdrittels wirkten die Eislöwen fast etwas müde. Das änderte sich schlagartig als die Spielgemeinschaft sich in Minute drei mit einem hornissenschnellen Konter aus dem eigenen Drittel verabschiedete und kein Eislöwe mehr zwischen Angreifer und Goalie Jannik war. Lars nahm die Verfolgung auf, gewann das Sprintduell, schickte dabei aber seinen Gegenspieler aufs Eis und bekam eine Bankstrafe für Behinderung. Schocklähmung auf der Wieslocher Bank – eine Unterzahl beim Stand von 2:4! Die zweite Reihe aber setzte die Initialzündung: Tor in Unterzahl in Spielminute fünf! Luca (#88) hatte einen beherzten Alleingang gemacht. Knapp 90 Sekunden später setzte die dritte Reihe nach und Bennet erzielte den Ausgleich. Jetzt waren auch die Wieslocher Fans zu hören.
Spielminute acht: Wiesloch setzte sich im Drittel der Gäste fest. Alle Versuche, Bennet vom Puck zu trennen schlugen fehl, fast schon im Pfälzer Gehäuse stehend lochte der Wieslocher Center ein. Doch der Schiri hebt beide Arme – Torraumabseits! Mehr als ein Offensivbully sprang nicht heraus. Spätestens jetzt hatten die Spieler das Messer zwischen den Zähnen.
In Minute zehn dann die erste Führung für die Eislöwen durch Luca (#88) auf Zuspiel von Jannik (#79).
Jetzt wurde es voll auf der Strafbank. Den Anfang machten Wieslochs #88 für unnötige Härte und Zweibrückens #60 für Haken. Die Wolfshornissen machten es vier gegen vier besser und glichen in Minute 11 zum 5:5 aus. Der Treffer geht auf den Zweibrückener Spieler mit der Nummer 63.
In den letzten vier Spielminuten dann offener Schlagabtausch bei vollem Tempo. Die Cracks der ersten Reihe wurden müde. Zu lange hatte Trainer Dieter seine Vorzeigereihe gebracht. Schon drohte das Spiel zu kippen. Letzte Spielminute: Die Spielgemeinschaft hielt das Wieslocher Drittel, liess den Puck laufen. Der Abschluß lag in der Luft doch Timo (#4) kriegte die Kelle dazwischen. Ein letzter explosiver Sprint des Wieslocher Verteidigers brachte die Scheibe an die Mittellinie. Nils (44) war vorgelaufen – der Pass musste sitzen sonst wäre es Abseits gewesen. Da hatte Nils die Scheibe auf der Kelle. Der gegnerische Verteidiger blieb zurück. Nils zog aus voller Fahrt ab und gewann das Duell gegen den Goalie! Noch 36 Sekunden zu spielen und Wiesloch führte 6:5. Zum Verlauf ist nicht mehr zu sagen als: Je zwei Minuten für unnötige Härte auf beiden Seiten, eine Disziplinarstrafe gegen Wiesloch acht Sekunden vor Schluß. Dann der Schlußpfiff. Ein Krimi der Saison 13/14 ging zu Ende. Die Eislöwen begruben Ihren Goalie unter sich. Auch in der dritten NHL 2 Begegnung der Saison bleiben die Eislöwen ungeschlagen.
GS

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