Silvester Kids-Cup in Balingen

Silvester 2014 ging es für zwölf Eislöwen-Kleinschüler nach Balingen zum Kids Cup. Neben Gastgeber Balingen waren auch die Reutlinger Black Eagles sowie die Stuttgart Rebels angereist um eine Doppelrunde im Kleinfeldmodus zu spielen.

In der ersten Begegnung des Tages trafen die Eislöwen auf die Rebels. Diese waren mit einer fast reinen U8 angetreten. Diese allerdings mit erstklassiger Ausbildung. So brauchten die Schwaben nur siebzig Sekunden bis die Scheibe zum ersten Mal im Wieslocher Netz zappelte. Gerade mal dreißig Sekunden später musste Colin wieder hinter sich greifen.  Es folgte ein ausgeglichenes Spiel bei dem die körperlich überlegenen Eislöwen die Rebels von weiteren Schüssen auf’s Tor abhielten. In Minute elf dann aber doch das 0:3 – diesmal war sogar Wieslochs erste Reihe besiegt. Zu Spielmitte noch ein Treffer für die Rebels, dann hatten die Eislöwen den Code geknackt. Die Schwaben verstanden es eng am Mann zu stehen und so den Spielaufbau früh zu stören. Ab jetzt zogen die Eislöwen das Spiel weiter auseinander und liessen den Puck laufen. Schnell waren ein paar schöne Chancen herausgespielt aber Stuttgarts Goalie souverän. In Minute vierzehn dann zupfte Hannes die Scheibe von einer Stuttgarter Kelle und schaltete auf Vorwärts. Diesmal halfen auch beste Reflexe nicht mehr, Hannes lupfte die Scheibe über die Stockhand. In Minute fünfzehn erkämpfte sich Naemi den Puck im Mittelfeld und zog direkt ab. Dem Goalie war die Sicht versperrt und sah den Schuß nicht rechtzeitig. Zweites Tor für die Eislöwen und erster Saisontreffer für Wieslochs Verteidigerin mit der #10! Eine Strafe gegen die Rebels in Minute siebzehn wussten die Eislöwen nicht zu nutzen. So ging die erste Begegnung verdient aber in der Höhe etwas unglücklich an die Auswahl aus Stuttgart.

Spiel zwei war ein Wiedersehen mit den Reutlingen Black Eagles. Die letzte Begegnung in Waldbronn hatten die Eislöwen für sich entscheiden können. Diesmal tat Wiesloch sich schwer, denn die Schwaben hatten sich Wieslochs Schlüsselspieler ausgeguckt und liessen kaum Spielaufbau zu. Dennoch war Reutlingen’s Goalie ein gefragter Mann. Manuel’s Schuß aus halbverdeckter Position war für’s lange Eck gedacht aber die Fanghand war zeitig oben - ein Monstersave. Erst in Minute sechs zockte Hannes Reutlingens Schlußmann auf die Schoner und lochte dann ins linke Eck ein. Das Spiel ausgeglichen, erst in Minute sechzehn endlich war die Abwehr der Schwaben schwindelig gespielt. Alles wartete auf Manuels Schuß aus spitzen Winkel, der aber dachte gar nicht an einen weiteren Versuch sondern passte auf Hannes, der einlochte. Die Begegnung ging mit 2:0 an die Eislöwen. Dass auch Fair Play im Eishockey existiert zeigte Wieslochs Stürmer mit der # 12. Ein Schuß, der eigentlich als Pass gedacht war, traf einen Black Eagle am Helmgitter. Dem Schützen blieb sogar noch Zeit sich zu entschuldigen bevor er seinen Konter einleitete. Das letzte Match ging geben Gastgeber Balingen. Die Eislöwen nahmen jetzt deutlich Tempo raus und so dauerte es bis Minute vier bis Lovis sich von Lennart zum 1:0 assistieren liess. Balingen antwortete in Minute sechs mit dem Gegentreffer. Noch in derselben Eiszeit stellte Hannes den alten Abstand wieder her. Das Assist ging auf Manuel. Zwei weitere Treffer von Hannes schraubten das Ergebnis auf 3:1. Hiervon fiel einer in der blauen Reihe auf Assist von Eric. Für den Anderen leistete Julia Beihilfe. Ein Tor von Manuel in Minute vierzehn markierte den Endstand von 5:1.

Danach erstmal eine halbe Stunde Eispause, in der sich Wieslochs Kleinschüler mit Früchten und Kuchen stärkten. Auch für die mitgereisten Eltern gab es Würstchen, Semmeln und Kuchen nebst warmen Getränken. Wer in Balingen spielt muss wissen, daß die dortige Halle halboffen ist. Bei schönem Wetter gibt es dann ein lichtdurchflutetes Eis. Nicht umsonst heisst es in Balingen: Sonnenbrille immer dabei! An diesem Silvestervormittag aber versteckte sich die Sonne. Die zweite Runde ging in gleicher Reihenfolge auf gleichem Feld los. Die Eislöwen machten dort weiter, wo sie in Spiel eins aufgehört hatten.  Bis zur Minute fünf stand es 2:0 durch Tore von Hannes. Dann glichen die Rebels innerhalb von fünf Minuten wieder aus. Manuel holte in Minute 12 die Führung zurück nachdem ihm Naemi den Pass auf die Kelle gebracht hatte. Eine Eiszeit später  der Doppelschlag der Schwaben zum 3:4. Dieses Spiel hatte das Zeug zum Eishockeykrimi. Dann schlug die Stunde der roten Reihe. Lennart hatte fast vier Spiele unermüdlich gerackert. Nun endlich der Doppelschlag: zweimal Assist für Lennart, der das Einlochen Lovis überließ. Der Endstand von 5:4 passte besser zum Kräfteverhältnis der beiden Teams als das 2:4 aus Spiel eins. Respekt vor den jungen Spielern aus Stuttgart, sie hatten den klaren Altersklassen-Nachteil durch gutes Stellungsspiel und starke Zweikämpfe wettgemacht.  Auch die das zweite Match gegen die Black Eagles fiel mit einem 4:0 Sieg deutlicher aus. Endlich belohnte sich auch Lennart für seinen Einsatz und trat zum 1:0. Wieslochs zweiten Treffer ging auf Manuel mit der dritten Reihe wobei Nicolas das Assist beisteuerte. Wieslochs #87 hatte erfolgreich foregecheckt und schoß selbst auf’s Tor. Manuel holte den Abpraller. Vom Wechsel weg machten jeweils Hannes das 3:0 und Lovis das 4:0.

Die zweite Begegnung gegen die Eisbären fiel mit 11:1 ebenfalls deutlich für Wiesloch aus. Neben Lovis, Hannes und Manuel, konnte Julia ein Tor erzielen, nachdem sie Silas’s Abpraller verwertete. Damit erster Scorerpunkt für Wiesloch’s #21, der sich damit für sein couragiertes Spiel belohnte. Insgesamt konnte die Eislöwen nach Punkten und Torverhältnis gleichauf mit dem Sieger den zweiten Turnierplatz erzielen. Der Sieg ging an die Stuttgart Rebels.

Neunundzwanzig Toren stehen nur zehn Gegentreffer gegenüber. Erfolgreichster Torschütze war Hannes mit dreizehn Toren, gefolgt von Lovis mit sieben und Manuel mit sechs Treffern. Mit Julia und Naemi trugen sich zwei Verteidiger mit je einem Treffer in die Scorerliste ein.  Lennart erzielte ebenfalls ein Tor. Bester Assistent war Manuel gefolgt von Naemi, Lennart und Eric. Mit je einem Assist gehen Lovis, Silas und Julia in die Statistik ein. In zwei von sechs gespielten Matches ging Colin mit Shot-out vom Eis. Erfreulich auch die Spielanteile: abgesehen von zwei Eiszeiten waren alle Spieler konstant im Einsatz. Keiner mußte die Bank hüten. Man kann sagen das die Eislöwen Kleinschüler trotz einer Altersspanne von sieben Jahren ein tolles Team sind in dem die Kids füreinander spielen. Wiesloch spielte in den insgesamt 120 Spielminuten sechzehn Sekunden lang in Unterzahl. Dies ist in zweierlei Hinsicht bedeutsam: Dieses Turnier war was Fair Play angeht ein positives Beispiel und Anteil daran hatten im Wesentlichen die Schiris, die unfaire Aktionen konsequent abpfiffen! Damit noch ein Satz zur Organisation: die Rahmenbedingungen waren für dieses Turnier einmal mehr sehr gut. Von Spielmodus über Ansage, Spielerversorgung, Bewirtung, Pokale und Ehrenpreise: Ein Riesendankeschön an die Eisbären! Wir kommen gerne wieder.

Zusätzliche Informationen